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Tintenstrahldrucker oder Farblaserdrucker?

Für viele stellt sich bei der Anschaffung eines neuen Druckers die Frage, was den nun für die eigenen Anforderungen die optimale Wahl ist. Pauschal läßt sich das leider nicht beantworten, da eine Vielzahl von Faktoren die Auswahl beeinflußt.

In diesem Artikel soll auf das untere Preissegment eingegangen werden, hier geht es also nicht um High-End-Drucker für mehrere hundert Euro, sondern wir bewegen uns im Low-Cost Segment. Speziell für Benutzer mit geringem Druckaufkommen scheinen die Schnäppchen im Tintenstrahlersegment attraktiv, ob die Erfahrung mit den Einstiegsmodellen positiv sind, oder ob es sich vielleicht lohnt etwas mehr in einen Laserdrucker zu investieren, soll in diesem Artikel beleuchtet werden.

Eigenschaften einen Tintenstrahldruckers

Die Vorteile eines Tintenstrahldruckers sind sicher die günstigen Anschaffungskosten, für unter 100 Euro erhält man hier ein Markengerät und kann sofort loslegen. Auch bei der Qualität der Ausdrucke können die günstigen Tintenstrahler meist punkten, speziell Fotodrucke sehen auch bei den günstigen Modellen besser aus, als aus dem Laserdrucker. Sobald man etwas mehr in den Tintenstrahler investiert erhält man mehr Farbtanks die für eine bessere Farbdarstellung sorgen, so daß die hochwertigeren Modelle beim Fotodruck nochmals punkten können.

Textdruck erscheinen bei manchen Tintenstrahlern allerdings verwaschen und ausgefranst, hier sollte man sich vor dem Kauf genau über die Qualität des Druckers informieren. Eine gute Anlaufstelle dafür ist www.druckerchannel.de.

Der größte Nachteil eines Tintenstrahldruckers sind wohl die Druckkosten. Diese summieren sich schon bei sparsamen Modellen auf 10 Cent pro Schwarz-Weiß-Seite und 60 Cent pro Farbseite. Abhilfe versprechen hier Nachfüllsets oder Tintenpatronen von Drittherstellern, aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, daß diese oft qualitativ schlechter sind und man genau aufpassen muß, was man kauft. Wer zu billig kauft riskiert, daß die Patronen sich im Gerät entleeren oder der Druckkopf eintrocknet, was bei manchen Druckern dazu führt, daß die Neuanschaffung preiswerter ist, als die Reperatur.

Auch bei der Geschwindigkeit können günstige Tintenstrahler nicht punkten, sollen mehrere Seiten (beispielsweise Skripte) ausgedruckt werden, empfiehlt sich nicht nur aus Kostengründen der Laserdrucker.
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Vor- und Nachteile eines Laserdruckers

Laserdrucker können beim Preis pro Seite punkten, hier liegt man im Schwarz-Weiß-Bereich bereits ab 2 Cent (bei günstigen Modellen) im Rennen, Farbseiten liegen zwischen 20 und 30 Cent. Demgegenüber stehen natürlich die höheren Anschaffungskosten, die für Monochromdrucker mittlerweile allerdings auch schon unter die 100 Euro Grenze gefallen sind. Für einen Farblaser muß man derzeit ca. 300 Euro auf die Theke legen, nach oben ist man dabei ziemlich unbeschränkt.

Auch bei der Geschwindigkeit liegen die Laser deutlich vorne, auch günstige Modelle schaffen mehr als 20 Schwarz-Weiß-Seiten pro Minute.

Nachteile sind wie erwähnt die höheren Anschaffungskosten. Zusätzlich sind vor allem Farblaser durch die 4 Tonerkartuschen natürlich wesentlich unhandlicher als Tintenstrahler. Mit einem Kampfgewicht von bis zu 30 Kilogramm sind Farblaserdrucker nichts für den gelegentlichen Transport, sondern bleiben einmal aufgestellt meist an ihrem Platz.

Welcher Drucker ist jetzt der richtige?

Je nachdem welcher Benutzertyp man ist, empfiehlt sich ein anderer Drucker:

für den Qualitätsbewußten:
wer hochwertige Fotodrucke machen will sollte zu einem guten Tintenstrahldrucker greifen. Hier liegen zwar die Druckkosten höher, aber ausgedruckte Bilder wirken speziell auf Fotopapier besser. Einige Tintenstrahler veredeln die Bilder noch zusätzlich mit einer Finishing-Patrone, hier hat man dann wirklich Fotoqualität. Günstige Farblaser können hier nicht mithalten.

Wen der Fokus auf guten und schnelle Textausdrucken liegt bietet sich ein Monochrom-Laserdrucker an, der gute Qualität zu einem günstigen Preis bietet.

für den Preisbewußten:
hier gilt es abzuwägen, wie viel gedruckt wird und ob sich die höheren Anschaffungskosten für einen Laserdrucker durch die niedrigeren Seitenkosten armortisieren. Bei Monochrom kann man fast immer davon ausgehen, bei Farbausdrucken sollte man schon ein gesteigertes Druckaufkommen haben, damit sich die Anschaffung rechnet.

für den Wenigdrucker:
Früher ging hier die Empfehlung aus Kostengründen klar zum Tintenstrahler, allerdings neigen die Patronen beim Wenigdrucker zum eintrocknen, damit wird schnell mal ein neuer Druckkopf fällig. Auch die Reinigung der Patronen verbraucht viel Tinte, so daß die günstige Anschaffung schnell durch hohe Kosten für die Anschaffung von Patronen ausgeglichen wird.
Hier bieten sich durchaus auch Laserdrucker an, hier kann nichts eintrocknen und im Monochrom-Bereich sind die Preise mittlerweile auf Tintenstrahlerniveau angekommen. Wer Farbe will muß allerdings tiefer in die Tasche greifen.

Fazit

Die Tendenz geht auch für den Privatanwender mittlerweile zum Laserdrucker, wenn man keine Fotos zu Papier bringen will und mit der Immobilität von Farblasern leben kann, sind sie eine gute und finanzierbare Alternative zum Tintenstrahldrucker. Selbst bei geringem Druckaufkommen haben Laserdrucker den Vorteil, daß keine Patronen eintrocknen können und der Drucker somit immer einsatzbereit ist.


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