Technikscheiss.de > Projekt Heimserver > Teil 1 - Die Hardware


Die Hardware - aus alt mach neu

Sicher könnte man für so ein Projekt losziehen, sich die aktuelle Hardware im PC-Handel holen und darauf seinen Server aufbauen. Allerdings sollte man bedenken, daß aktuelle Hardware nicht nur in der Anschaffung teuer ist, sondern auch mehr Strom braucht als viele der älteren Modelle. Wenn man nicht auf teure Mobile-Architektur ausweichen will, ist ein Pentium 3 sicher ein guter Kompromiss aus Leistung und Effizienz.

In diesem Projekt kommt ein P3 mit 1Ghz zum Einsatz, er sitzt auf einem Board aus einem ScoveryXS, den es beim Auktionshaus mit etwas Glück für ca. 50 Euro gibt.

Für die meisten Aufgaben dürfte dieser vollkommen ausreichen, wer mehr Performance braucht sollte zu aktueller Hardware in Form eines AMD X2 EE oder einem Mobilprozessor greifen.
Werbung

RAID und andere Bauteile

Mit dem Board ist es natürlich noch nicht getan, das wichtigste bei einem Fileserver ist wohl der Speicherplatz für die Daten. Hier sollte man über ein RAID-System nachdenken, darüber allerdings nicht das regelmäßige Backup der Daten aus den Augen verlieren.

Ich habe mich für ein RAID 5 auf Basis des Adaptec 2610SA entschieden. Das gewährleistet, daß bei drei Platten eine ausfallen kann und trotzdem noch alle Daten vorhanden sind und das System weiter läuft. Als Träger für die Platten habe ich zu einer Backplane von IcyDock gegriffen, die Platz für meine drei Festplatten bietet.

Bei den Festplatten habe ich zu 320GB Modellen von Western Digital aus der RAID-Edition gegriffen, diese sind für den Dauereinsatz konzipiert, im Gegensatz zu Desktop-Platten die nicht für den 24/7 Betrieb ausgelegt sind.

Das ganze hat natürlich im kleinen Originalgehäuse des ScoveryXS keinen Platz mehr, deswegen habe ich mich für ein Silentium T2 Gehäuse von Arctic Cooling entschieden, das genügend Platz und leise, temperaturgeregelte Lüfter bietet.

Da der RAID-Controller den einzig verfügbaren PCI-Slot belegt, muß es leider beim Onboard 10/100 Ethernet bleiben.

Datensicherheit

Wie schon erwähnt sollte man auch beim RAID-Betrieb eine gute Backupstrategie haben. Ich habe mich dazu entschlossen einfach gelegentlich meine alten IDE-Platten an die internen IDE-Anschlüsse des Scovery zu hängen und darauf zu sichern.

Für den reibungslosen Betrieb bekommt der Homeserver noch eine USV spendiert, nichts ist schlimmer für ein RAID als plötzlicher Stromausfall. Die USV unterstützt das Herunterfahren des Rechners beim Stromausfall, so daß auch bei einem längeren Blackout keine Probleme zu befürchten sind.

Ausblick

Im nächsten Teil, werde ich den Aufbau des Homeservers zeigen. Hier werden dann auch Daten zur Leistung und zum Energieverbrauch kommen.

Im letzten Teil geht es um die Softwareausstattung und Installation des Servers.

Bis dahin müßt Ihr Euch noch ein wenig gedulden.....


Sponsored Links: