Die Komponenten für den Heimserver
Als Basis steht das Board aus einem ScoveryXS fest, darauf werden wir einen RAID-Controller verbauen und 3 Festplatten im RAID 5 betreiben.Hier eine kurze Aufstellung der Hardware und der ungefähren Kosten:
- ScoveryXS mit Pentium 3 1Ghz und 256MB RAM beim beliebten Onlineversteigerer ab 60 Euro
- Raidcontroller Adaptec 2610SA ebenfalls beim Auktionshaus für ca. 100 Euro
- Gehäuse Artic Cooling Silentium T2 mit 350 Watt Netzteil ca. 80 Euro
- Backplane Icy Dock 3xS-ATA II ca. 80 Euro
- 3 Festplatten Western Digital 320GB Raid Edition je 75 Euro, insgesamt 225 Euro
Damit kommen wir also auf Kosten für den Server von ungefähr 545 Euro, dafür daß ein Hardware-RAID 5 und 600GB Netto-Speicherkapazität zur Verfügung stehen gar nicht so schlecht ;-)
Der Zusammenbau
Nachdem das Board aus dem alten Scovery-Gehäuse in das neue Silentium transplantiert wurde, schließen wir die Stromversorgung an und stecken den RAID-Controller an seinen Platz.Die Backplane findet ihr neues Zuhause in den beiden 5,25 Zoll Schächten, die dadurch beide belegt werden. Die Kabel vom RAID-Controller sollten durchnummeriert werden, so daß man auf einen Blick sehen kann, welcher Port des Controllers zu welcher Festplatte gehört.
Für eine bessere Durchlüftung habe ich zusätzliche Lüfter eingebaut, das fertige Resultat gibt es im Anschluß zu sehen:
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Die USV
Als kleines Extra bekam mein Homeserver noch eine USV spendiert, die kurze Stromausfälle überbrücken kann und bei längeren den Rechner einfach herunterfährt.Dabei hab ich mich für ein Modell von Allnet mit 400VA für ca 100 Euro entschieden. Dieses bietet genügend Reserve für ca 7 Minuten und fährt den Rechner nach 2 Minuten ohne Strom automatisch herunter (natürlich konfigurierbar).
Speziell im RAID-Betrieb sollte man über eine USV nachdenken, da durch den Cache des Controllers ansonsten bei einem Stromausfall Daten verloren gehen können, die noch nicht auf die Platten geschrieben wurden.
Leistung
Ausschlaggebend für einen Homeserver dürfte wohl die Leistung im Netzwerk sein, sprich die Übertragung von Daten vom und zum Fileserver.Hier ist der Scovery natürlich durch seine Onboard-Netzwerkkarte mit nur 100MBit beschränkt, zudem limitiert auch der PCI-Bus die maximal verfügbare Bandbreite.
Beim Schreibzugriff liegt die Datenübertragungsrate bei 7-8MB/s, beim Lesen sind sogar 9MB drin. Der limitierende Faktor ist also definitiv die Netzwerkverbindung und nicht der Prozessor oder der Arbeitsspeicher des Scovery.
Alle Tests wurden unter Windows 2000 SP4 gemacht, auf die Softwareausstattung werde ich aber im nächsten Teil nochmal seperat eingehen.
Stromverbrauch
Wichtig für einen 24/7-Homeserver ist natürlich auch der Energieverbrauch, wer will schon seine Stromrechnung explodieren sehen.Unter Last braucht der Scovery inklusive der vorgeschalteten USV ca 80 Watt, im Leerlauf begnügt er sich mit ca. 60 Watt. Die Leistungsaufnahme wurde mit dem EnergyCheck3000 von Conrad gemessen.
Im Vergleich zu einem System auf beispielsweise Via Epia Basis mit einer 2,5 Zoll Festplatte, daß sich schon mit 20 Watt begnügt mag das viel erscheinen. Allerdings stellt der Scovery auch mehr als ein halbes Terrabyte an Speicherplatz zur Verfügung und bietet zudem mehr Rechnenleistung.
Auch in der Anschaffung ist er deutlich günstiger, die Ausgaben für stromsparendere Hardware müssen sich also erstmal amortisieren. Für die Basis (also Board, Prozessor und RAM) liegt der Preisunterschied bei ca 150 Euro, die Energieeinsparung bei identischer Festplattenkonfiguration bei maximal 20 Watt, also ca eine halbe kwh pro Tag, 13 Cent in 2 Tagen, im Monat also gerade mal 2 Euro. Die Kosten hätte man also erst nach 6 Jahren wieder drin und wer hat seinen Rechner schon so lange....
Ausblick
Im Teil geht es um die Installation der Software, hilfreiche Programme für einen Server und Tools für den sicheren Betrieb.In diesem Sinne: Dranbleiben ;-)
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