Technikscheiss.de > Projekt Heimserver > Teil 3 - Die Software


Grundlage, das Betriebssystem für den Heimserver

Aus Gründen der Einfachheit habe ich mich für Windows entschieden, mit Linux wäre der Aufbau natürlich auch möglich, allerdings für den Normaluser wesentlich komplexer.

Um Ressourcen zu sparen kommt Windows 2000 zum Einsatz, daß sich als stabiles System mit wenig optischen Spielereien gut eignet. Für die Installation auf dem RAID-Array ist es nötig, die Treiber einzubinden und mit einem aktuellen Servicepack 4 zu installieren, damit Windows die 600GB des Arrays ansteuern kann. Wer keine CD mit dem aktuellen Servicepack zur Hand hat, kann auch eine ältere CD als Grundlage zum Slipstreaming verwenden, dabei wird das Servicepack integriert, zudem läßt sich dabei auch der Treiber für den RAID-Controller einbinden ohne mit Disketten jonglieren zu müssen. Ein gutes Tool dafür ist nlite, mit dem auch unbedarfte diese CD einfach erstellen können.

Die Installation von Windows dürfte niemanden vor große Probleme stellen, es bietet sich an eine Partition für das System und eine für Daten zu erstellen.

Treiber und Tools

Der Chipsatz des ScoveryXS Boards wird leider von Windows nicht sofort erkannt, so daß man sich die Treiber für Grafik und Netzwerk erst einmal runterladen muß. Über einen USB-Stick sind diese dann schnell auf dem System installiert.

Für den RAID-Controller installieren wir noch die Management Software, für die USV den Treiber um Windows zu ermöglichen auf die Statusinformationen zuzugreifen.

Je nach USV sieht dieser Prozess natürlich anders aus, wichtig sind dann die Einstellungen im Energiemanagement von Windows 2000 um beim Stromausfall rechtzeitig runterfahren zu können.

Oxylbox als Mediaserver

Zum Streamen von Bildern, Musik und Videos übers Netzwerk kommt oxylbox zum Einsatz. Das System basiert auf Apache und Stoweb, die Installation ist sehr einfach gehalten und erfordert keine weiteren Einstellungen. Die Oberfläche ist dann sofort zugreifbar und kann über den Webbrowser angepaßt werden.

Sobald die Pfade für Mediendateien angegeben sind, kann es auch schon losgehen.
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Backupfunktionen

Eine wichtige Aufgabe des Homeservers soll das Sichern wichtiger Daten sein. Zum einen sollen Emails von mehreren Accounts gesichert werden und zusätzlich Daten von anderen Rechnern im Netzwerk.

Für das Backup der Emailaccounts habe ich IMAP Backup von Malusoft entdeckt, das ein zeitgesteuertes Sichern von IMAP Accounts erlaubt. Die Software läuft im Hintergrund und benötigt wenig Rechenleistung.

Zum Sichern der Rechner im Netzwerk verwende ich eine Freigabe und erstelle Backups über Acronis Trueimage.

Sicherheit

Um den Homeserver vor Viren und Zugriffen von außen zu schützen kommt Kaspersky Internet Security zum Einsatz. Diese Sicherheitssoftware geht sparsam mit Ressourcen um und bietet mehrmals täglich aktualisierte Virendefinitionen.

Steuerung mit RealVNC

Damit der Homeserver keinen eigenen Monitor und Tastatur/Maus braucht installieren wir noch eine Fernsteuerungssoftware. Die Freeware Version von RealVNC bietet sich dafür an. Die übertragene Datenmenge ist relativ gering, dadurch läßt sich das System auch von einem langsameren Internetzugang noch von extern steuern.
Auch der Zugriff über ein Java-Applet aus dem Browser heraus ist möglich. Natürlich muß dazu im Router ein entsprechendes Port-Forwarding konfiguriert sein und die IP-Adresse muß bekannt sein. Sofern der Router das unterstützt kann dyndns verwendet werden, alternativ kann das Update auch durch den Server selbst erfolgen, indem ein kleines Programm installiert wird.

Print- und Fileserver

Das Drucken über Netzwerk läßt sich einfach über die Freigabe eines lokal angeschlossenen Druckers umsetzen. Auch für den Zugriff auf Dateien bietet es sich an, die Freigabe von Windows zu verwenden, mittlerweile kommen damit auch Mac OS und Linux zurecht.

Ausblick

Natürlich lassen sich noch mehr Anwendungen finden, beispielsweise ein eigener Web- oder FTP-Server oder zusätzliche Dienste.

Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, daß hier nur ein Pentium 3 werkelt, der natürlich nicht die Performance aktueller Prozessoren bietet und bei zu vielen Anwendungen in die Knie gehen wird.


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