Unterwegs online mit UMTS
Seit einiger Zeit benutze ich nun schon eine Huawei EasyBox E220 zusammen mit der DayFlat von T-Mobile. Langsam wird also mal ein Zwischenbericht fällig.Tarif
Der DayFlat Tarif von T-Mobile ist relativ einfach aufgebaut, aktuell bezahle ich dabei 9€ Grundgebühr (wobei es da auch schon günstigere Varianten mit weniger Hardware-Subvention gibt) und 4,95€ pro Nutzungstag. Dabei kann man an diesem Tag dann so lange online bleiben, wie man möchte und auch dementsprechend unbegrenzt Surfen und Emailen. Nur die Nutzung von Voice-over-IP ist wie bei den meisten Datentarifen im Mobilfunkbereich ausgeschlossen. Für Gelegenheitsnutzer ist das Modell DayFlat ideal, speziell wenn man nur 1-2 Tage im Monat unterwegs ist lohnt sich kein Volumen- oder gar Flatrate-Tarif. Hier ist dann die Nutzung nach Tagen sicher die günstigere und übersichtlichere Variante.Werbung
Hardware
Die Huawei EasyBox E220 verrichtet wie im Testbericht noch immer klaglos Ihren Dienst, einzig mit Windows Vista in der 64-Bit-Version wollte sich die Box mit den installierten Treibern nicht so ganz anfreunden. Nach einiger Suche im Web war aber auch dazu bald ein Update gefunden und es konnte auch in der 64-Bit-Version losgehen. Die EasyBox hat Ihre Treiber bereits vorinstalliert und bindet sich beim ersten Anstöpseln als Massenspeicher im System ein und startet damit den Installationsvorgang. Damit braucht man im Normalfall keine Treiber-CD und kann die EasyBox direkt an jedem Rechner nutzen.Praxis
Ich verwende den mobilen Internetzugang meist auf Zugfahrten, dabei wechselt man natürlich häufig zwischen Funkzellen, ist gelegentlich auch mal in Tunneln oder bewegt sich im Funkloch. Hierbei schlägt sich die EasyBox wacker, was sicher auch am gut ausgebauten Netz von T-Mobile liegt. Die Datenraten liegen allerdings meist weit entfernt von DSL-Niveau, trotzdem ist online arbeiten und recherchieren ohne größere Einschränkungen möglich. Natürlich ist die Verbindung und damit der Seitenaufbau im Bereich von Ballungsgebieten wesentlich schneller, überland hat die EasyBox stellenweise auch mal gar kein Netz mehr.Auf einer durchschnittlichen Zugfahrt kann man aber mindestens 90% der Zeit online verbringen und dabei macht das Surfen im Internet oder das Abrufen von Emails auch durchaus Spaß.
Leider wird beim Surfen ein Zwangsproxy verwendet, eine Möglichkeit diesen zu Umgehen habe ich bisher leider nicht gefunden. Der Proxy bindet beispielsweise externe CSS-Dateien direkt in die zu ladende Seite ein, das soll wohl dafür sorgen, daß der Browser nur eine Datei anfordern muß und damit die Verzögerung weiter reduziert wird. Auch Javascripte versucht der Proxy in den Code der Seite einzubinden, was aber stellenweise auch mißlingt. Beispielsweise lädt bei der beliebten Blog-Software Wordpress in älternen Versionen der WYSIWIG-Editor nicht korrekt, man kann hier dann die erweiterten Textbearbeitungsfunktionen nicht nutzen. Darüberhinaus habe ich damit bisher aber keine Probleme erlebt.
Auch VPN-Verbindungen sind natürlich möglich, hier kann man aber mit relativ häufigen Verbindungsabbrüchen rechnen. Die VPN-Nutzung klappt nur beim Stopp im Bahnhof oder bei der Fahrt durch Städte richtig gut.
Fazit
Sicher gibt es beim mobilen Zugang zu Internet und Email noch einige Einschränkungen, die Gschwindigkeiten sind zwar in Ordnung, das heimische DSL liegt aber weiterhin vorne. Auch die gelegentlichen Verbindungsabbrüche sind natürlich eine Einschränkung, trotzdem ist die Netzversorgung auf den meisten Strecken mittlerweile ausreichend gut, so daß man durchaus auch im Zug online arbeiten kann.Mobiles Internet ist sicher noch kein Produkt für jedermann, wenn man es braucht ist es mittlerweile aber gut nutzbar und auch preislich in einem interessanten Rahmen angekommen.
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