Eee PC im Überblick

Schon beim Auspacken wird klar, der Eee ist wirklich klein und mit seinem Gewicht unter 1kg geht er voll und ganz als Subnotebook durch. Natürlich muß man beim Preis von unter 300€ auch Abstriche machen, die erste Ernüchterung bringt wohl das Display, daß durch die Lautsprecher am Rand schon ziemlich klein ausfällt.

Aber werfen wir erst einmal einen Blick auf die technischen Daten der Version Eee PC 4G:
  • 7 Zoll Display (800x480 Pixel)
  • Intel Celeron ULV Prozessor (900MHz auf 630MHz untertaktet)
  • 512MB RAM
  • 4GB Solid State Disk als Festplatte
  • WLAN 802.11b/g
  • Ethernet
  • Webcam mit 0,3 MegaPixel
  • USB 2.0
  • SDHC-Cardreader
Besonders ins Auge sticht die Tatsache, daß der Eee mit einer Solid State Disk kommt. Dadurch ist natürlich der freie Speicherplatz beschränkt, aber der Eee ist dadurch auch weniger anfällig für Stöße und Erschütterungen.

Die Ausstattung zur Kommunikation mit der Außenwelt ist umfangreich, UMTS muß allerdings seperat nachgerüstet werden (was wir in Kürze mit einer Huawei Easybox E220 ausprobieren werden).

Auch ein Anschluß für einen seperaten Monitor bzw. Beamer ist vorhanden, so daß der Eee durchaus als Präsentationslaptop oder Arbeitsplatzrechner für nicht zu performancelastige Anwendungen herhalten kann.

Als Betriebssystem kommt Xandros Linux zum Einsatz (basierend auf Debian), das im Auslieferungszustand eine extrem übersichtliche Oberfläche zur Verfügung stellt. Aber dazu später mehr....

Zuerst einige Bilder des Eee und der Anschlußmöglichkeiten:

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Die Software des Eee PC

Nach dem ersten Hochfahren, das weniger als eine halbe Minute in Anspruch nimmt, erscheint eine sehr übersichtliche und einfach gehaltene Benutzeroberfläche. Hier wird klar, daß sich der Eee in erster Linie an nicht zu technikaffine Menschen richtet. Durch die Fenster im Windows-Stil soll wohl die erste Angst vor dem neuen Betriebssystem genommen werden.

Die wichtigsten Symbole sind gleich greifbar, Zugriff aufs Internet ist mit wenigen Klicks möglich. Auch die Einrichtung eines WLAN-Netzwerkes ist mit dem Xandros-Asssistenten schnell erledigt. Die Disziplin Internet und Email hätte der Eee also schonmal bestanden.

Die Ladezeiten der Anwendungen gehen in Ordnung und man hat nie den Eindruck, daß der Eee zu schwachbrüstig ist. Einziges Manko ist und bleibt der Bildschirm, manche Fenster passen nicht in voller Größe drauf und Bedienelemente geraten dadurch außer Reichweite.

Bedienung und Akkulaufzeit

Die Tastatur des Eee ist prinzipbedingt natürlich relativ klein, hinterläßt aber einen wertigen Eindruck. Mit größeren Fingern erwischt man schon mal mehrere Tasten, mit etwas Übung meistert man aber bald auch längere Texte.

Das Touchpad mit seitlicher Scrollleiste hinterläßt einen guten Eindruck, leider ist die Taste für den Mausklick etwas schwergängig.

Der Eee steht sicher auf dem Tisch und bleibt dank des relativ starken Federmechanismus auch sicher geschlossen.

Bei mäßiger Nutzung sollte der Akku ca. 3-4 Stunden halten, wie sich das beim Einsatz einer UMTS-Karte verhält werden wir sehen.

Den Eee mit KDE Full Desktop betreiben

Wem die Easy Desktop Oberfläche des Eee zu simpel ist, kann einfach und schnell auf KDE Full Desktop wechseln. Damit hat man einen vollwertigen Linux-Desktop, auf dem sich auch andere Programme, als die von ASUS vorgegebenen, installieren lassen.

Folgende Schritte sind nötig, um den Full Desktop zu aktivieren:
  • Console mit Strg-Alt-T öffnen
  • Mit sudo bash eine Root-Session öffnen
  • apt-get update ausführen
  • apt-get install kicker
  • apt-get install ksmserver
  • danach die Session mit exit beenden
Beim Ausschalten bietet sich dann die Möglichkeit "Voller Desktop", dieser wechselt allerdings nur bis zum nächsten Neustart. Unter den persönlichen Einstellungen läßt sich aber der Desktopmodus permanent umstellen.

Und so sieht der Eee dann mit Full Desktop Linux aus:

Fazit

Für den geringen Preis bietet der Eee eine wirklich faire Gegenleistung, nicht zuletzt weil Verarbeitung und Haptik auf hohem Niveau sind. Für unterwegs wird man wohl kein günstigeres Subnotebook finden, allerding sollte man sich auch bewußt sein, daß der Eee durch den Bildschirm und die schwache CPU gewisse Einschränkungen mit sich bringt.
So ist er weder für Poweruser gedacht, die mit 20 Programmen gleichzeitig hantieren, noch für Gamer, die ein portables Zocker-Notebook suchen. Auch den Arbeitsplatz-PC wird der Eee nur in seltenen Fällen ersetzen können und die MP3-Sammlung findet auf ihm auch keinen Platz.

Er ist einfach ein kleines, kompaktes Subnotebook für unterwegs, mit dem man kurz mal online gehen, emails checken und dank der guten Tastatur auch mal längere Texte schreiben kann.

Ausblick

Das mit dem Eee mehr möglich ist als Surfen und Emails schreiben wird bereits nach kurzer Zeit klar. Die Installation anderer Linux-Distributionen ist genauso möglich, wie den Eee mit Windows XP auszustatten. Auch für den Einbau zusätzlicher Schnittstellen wie Bluetooth oder UMTS haben findige Bastler bereits Lösungen gefunden.

Eine gute Anlaufstelle bildet eee-PC.de, hier gibt es sowohl eigene Tips und Tricks als auch Links zu diversen Fundstellen im Web. Damit ist es ein leichtes, den Eee auf den individuellen Bedarf anzupassen.

ASUS hat bereits Nachfolger des Eee 701 vorgestellt, die sogar mit vorinstalliertem Windows-System zu haben sein werden.


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