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Der iMac mit Intel Prozessor

Zugegeben, etwas seltsam fühlt man sich da schon. Jahrelang gab es Macs nur mit PowerPC Prozessoren von IBM, vor wenigen Jahren vollzog Apple den Wechsel zu Intel-Prozessoren und nun habs auch ich endlich geschafft. Eine komplette Umstellung der Architektur bringt natürlich immer einige Startschwierigkeiten mit sich, allerdings hat Apple es auch in der Anfangszeit geschafft, diese elegant zu umgehen. Beispielsweise mit Rosetta, der Emulation für Programme, die auf der neuen Umgebung nicht laufen wollen.

Heute sind die meisten Anwendungen auf die neue Architektur angepaßt, so kann wirklich die volle Performance der neuen Prozessoren genutzt werden.

Angefangen bei einem iMac G3 mit 400MHz über das berühmte Clamshell-iBook (böse Zungen nennen es wohl auch Klodeckel) über den letzten iMac mit G5 Prozessor bis zu meinem jetzigen iMac mit Core 2 Duo habe ich doch einen langen Zeitraum der Mac-Geschichte aktiv mitgemacht und muß sagen, daß der Schritt zu einer neuen Prozessor-Architektur genau der richtige war.

Aber mal schön der Reihe nach.....
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Technische Daten

Der neue iMac kommt mit Intels Core 2 Duo Prozessor, das bedeutet, daß er 2 Prozessorkerne hat und somit parallel arbeiten kann. Mein Modell arbeitet mit 2,4GHz Taktfrequenz, aktuell liegt die Obergrenze bei den iMac-Modellen bei 3,06GHz.

Wahlweise kommt ein Breitbildschirm mit 20 oder 24 Zoll Diagonale zum Einsatz, der von einer dezidierten Grafikkarte befeuert wird, die auch auf ihren eigenen Speicher zugreifen kann. Bei All-in-One Systemen ist das bei weitem nicht mehr selbstverständlich, hier hat meist Shared-Memory Einzug gehalten, was der Performance des Systems nicht immer gut tut.

In der Basisaustattung ist zudem je nach Modell eine 250GB oder 320GB Festplatte, sowie 1GB bzw. 2 GB Arbeitsspeicher enthalten. Speziell beim Arbeitsspeicher sollte man aufrüsten, dieser ist nicht mehr allzu teuer und RAM ist einfach durch nichts zu ersetzen (außer durch noch mehr RAM ;-))

Die Schnittstellenvielfalt ist nach wie vor beeindruckend, als da wären:
  • USB 2.0
  • Firewire 400 und 800
  • Gigabit-Ethernet
  • Mini-DVI zum Anschluß eines weiteren Monitors
  • optisch/digitale Audio-Ein- und Ausgänge
Und auch für die Anhänger der drahtlosen Kommunikation hat der iMac so ziemlich alles zu bieten:
  • WLAN nach 802.11n
  • Bluetooth 2.1
  • IR-Empfänger
Zudem kommt der iMac mit integrierter iSight für Videokonferenzen via iChat oder Skype sowie Schnappschüsse direkt am Mac.

Selbst in der Basisausstattung reicht der aktuelle iMac also für mehr als nur Surfen und Email, auch vor anspruchsvollen Tätigkeiten muß sich der All-in-One Mac nicht verstecken.

Mac OS X 10.5 Leopard

Der Leopard ist los und bringt zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen. Nach etwas über einem halben Gigabyte Download war auch mein iMac auf dem neuesten Stand mit der Version 10.5.4

Time Machine

Zu den großen Neuerungen gehört zweifelsohne die im Betriebssystem integrierte Backup-Lösung genannt "Time Machine". Diese sichert alle Änderungen inkrementell auf eine andere Festplatte, beim iMac bleibt hier natürlich nur das Anlegen einer zweiten Partition oder der Anschluß einer externen Festplatte. Die externe Lösung ist hier natürlich sinnvoller, das beste Backup bringt nichts, wenn es auf der selben Platte liegt, die gerade das Zeitliche gesegnet hat.

Mit Time Machine kann man dann auch wirklich in der Zeit zurückgehen, wenn vor drei Tagen in einem Ordner eine Datei gelöscht wurde, startet man einfach Time Machine, geht 3 Tage zurück und stellt die Datei wieder her. Natürlich wird das ganze System gesichert, ausschließen sollte man allerdings Image-Dateien (wie von Parallels Desktop), da diese bei jeder Änderung komplett gesichert werden und dementsprechen viel Speicherplatz benötigen.

Die Einrichtung ist denkbar einfach, externe Platte anschließen und die Frage, ob diese als Backup eingerichtet werden soll mit Ja beantworten.

Ist die Platte abgesteckt, werden alle Änderungen beim nächsten Anschließen gesichert, optimalerweise schließt man seine Backupplatte also einmal täglich an und hat so ein tagesaktuelles Backup.

Spaces und mehr

Mit "Spaces" bringt Mac OS X 10.5 mehrere Arbeitsbereiche auf den Mac (unter Linux auch als virtuelle Desktops bekannt). Damit lassen sich Anwendungen auf einem Space verankern, so gibt es einen Space fürs Internet, einen für die Office-Programme und einen für Messenger. Der Wechsel zwischen den Spaces erspart einem dann das Verkleinern und Vergrößern bzw. verschieben von Fenstern.

Der Finder wurde auch erheblich aufgewertet, die Cover Flow Funktion vom iPod gibt es jetzt auch hier. Ebenso bietet der Finder zu beinahe jeder Datei eine Schnellansicht, damit kann man sich in vielen Fällen das Öffnen einer Datei komplett ersparen.

Die Liste der neuen Features ist lang, deswegen habe ich an dieser Stelle nur mal die für mich wichtigsten herausgegriffen.

Erster Start und Eindrücke

Wie schon seit frühesten Mac Zeiten stellt die Ersteinrichtung eines Macs wohl keinen vor große Probleme. Einschalten, einige Daten ausfüllen und los gehts. Für die Einrichtung inklusive Internetzugang vergeht nicht mal eine Viertelstunde (wenn man sich das nette Intro komplett ansieht).

Der Startvorgang geht sehr schnell vonstatten, in weniger als einer halben Minute steht der Desktop und man kann loslegen. Deutlich schneller als an meinem alten iMac G5 mit 1.9GHz. Auch das Arbeiten mit Mac OS X geht sehr flüssig, Programme starten teilweise in Sekundenbruchteilen. Hier merkt man doch einen deutlichen Performancegewinn zu den alten Power-PC basierten Macs und das trotz zahlreicher optischer Gimmicks.

Fazit

Der iMac ist sicher nicht billig, aber er ist sein Geld wert. Ein ähnlich ausgestatteter PC mit 20 Zoll Bildschirm wird kaum günstiger zu haben sein, rechnet man dann noch die zahlreichen Programme dazu, die Apple mitliefert, hat der iMac die Nase vorn.

Beispielsweise Videoschnitt mit iMovie, ein Tonstudio mit Garage Band eben das gesamte iLife-Paket.

Auch in Punkto Benutzerfreundlichkeit kann man dem iMac nur Bestnoten geben. Hier entfällt die Suche nach Zusatztreibern für die Grafikkarte oder die nachgerüstete Webcam. Auch die zahlreichen durchdachten Lösungen wie Time Machine oder die Vorschau im Finder können überzeugen.


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