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Pinnacle Showcenter 200 @ Oxylbox

Showcenter front
Wozu?

Das Showcenter ist im Prinzip ein Mediacenter-PC ohne eigene Festplatte, es holt sich die Inhalte von einem Server, der im Netzwerk laufen muß. Auf dem Showcenter können Filme in den Formaten AVI, MPEG1 und 2 sowie divx dargestellt werden. Auch DVD-Dateien (vobs) können abgespielt werden, sofern die Netzwerkanbindung ausreicht.
Nebenbei spielt das Showcenter noch MP3s und zeigt die Bilder vom letzten Urlaub an.


Showcenter back
Die Hardware

Das Showcenter sieht ziemlich unspektakulär aus, ein Display vermißt man, alles was von vorne zu sehen ist, sind der USB-Anschluß und der An/Aus-Schalter mit LED.
Im hinteren Bereich offenbart das Showcenter mehr, allerlei Anschlüsse sorgen für die Verbindung zum Fernseher und zum Heimkino:
Scart, S-Video und Composite sorgen für das gute Bild, optische und koaxiale Ausgänge für den Ton. Wer es lieber analog hat, kann auf die Cinch-Buchsen zurückgreifen, bei Material mit Dolby-Surround Informationen kommt allerdings kein Ton. Hierfür muß der Downmix aktiviert werden, was sich Pinnacle leider mit einer kleinen Lizenzgebühr vergüten läßt.
Den Weg ins Heimnetzwerk findet das Showcenter über W-Lan nach 820.11 b&g sowie über einen 100MBit-Ethernet-Anschluß.
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Die Software

Die Original-Server-Software von Pinnacle unterstützt zwar Features wie das Umcodieren dem SC unbekannter Formate, ist aber für einen betagteren Server zu anspruchsvoll. Deswegen setze ich sie genausowenig ein, wie die mitgeliefterte Fernbedienung, die meiner Harmony 885 weichen mußte (dazu folgt sicher auch noch ein Test).

Eine gute Alternative fand ich in der Oxylbox (www.oxyl.de) die im Prinzip nur auf PHP basiert und somit nur einen Apache Webserver benötigt.

Die Installation dessen geschieht gleich zusammen mit der Oxylbox-Software, unter Windows hat man somit eine schnelle All-in-One-Installation. Nach dem Festlegen der Ordner für Video, MP3 und Bilder im Webinterface auf dem Server-PC kann man dann schon ans Showcenter gehen.
Oxylbox


Die Oberfläche ist aufgeräumt und kann durch diverse Skins angepaßt werden. Diese können über die Administrationsoberfläche am Server-PC heruntergeladen und automatisch installiert werden.

Dazu bieten Entwickler viele Plugins, die es erlauben Internetradio auf dem Showcenter zu hören, sich das Wetter draußen anzeigen zu lassen, oder seinen Server neu zu starten.
Usability

Im Zusammenspiel mit einem Pentium 3 mit 900 MHz und der Anbindung nur über WLAN schlägt sich das Showcenter sehr gut. Ruckler, Bild- oder Tonaussetzer sind extrem selten und könnten durch eine direkte LAN-Kabelverbindung umgangen werden.
Das Showcenter spielt die gängigsten Formate ab, bei MPEG4 muß es leider passen und auch einige divx-codierte Videos wollen nicht so recht laufen.

Die Bedienung über die Oxylbox ist flüssig, beim Aufbau von längeren Listen kommt es freilich zu Verzögerungen, die ich aber nicht der Oxylbox sondern dem in die Jahre gekommmen Server zuschreibe.
Fazit

Alles in allem ist das Showcenter ein tolles Spielzeug für alle, die eine große Sammlung von Mediendaten auf Ihrem PC haben und diesen nicht direkt mit dem Fernseher verkabeln wollen oder können. In Verbindung mit der Oxylbox als Server kann auch ein schwachbrüstiger PC eingesetzt werden.



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