Ein Ergebnisbericht zu Ubuntu nach 2 Jahren Dauer- Einsatz
Ein wenig Skepsis schwang schon mit, als ich mich vor ungefähr 2 Jahren dazu entschied, als Alternative zu Windows ein Ubuntu- Linux auszuprobieren. Meine Wahl fiel auf die damalige aktuelle Version „Dapper Drake“. Das Ubuntu Team versprach, das Betriebssystem sei Anwender- freundlich. Also schritt ich mit meinem X86 Desktop Rechner zur Tat.Für die Installation stand eine Life- DVD und eine “alternativ“ CD für die Installation im Textmodus zur Verfügung. Die Installation von der Life- DVD scheiterte, da das System irgendwie immer die Festplatte formatieren wollte. Das wollte ich jedoch nicht, da ich das dort befindliche Windows XP noch benötigte. Ein kurzer Blick bei ubuntuusers.de im Wiki brachte die Erklärung der Installation im Textmodus. Diese klappte auch prompt samt Partitionierung. Nach dem ersten Booten lief Ubuntu einwandfrei. Von den berüchtigten Hardware Treiber Problemen blieb ich verschont.
Im Bereich Multimedia muss man leider erst einmal nacharbeiten. Von Haus aus werden aus rechtlichen Gründen bestimmte Musik- und Video Codecs nicht mitgeliefert. Die muss sich jeder selbst besorgen, was aber kein größeres Problem darstellt.
Ubuntu bringt als Office Paket Open Office mit, in das sich jeder MS Office Nutzer schnell hinein findet. Tauscht man Dokumente mit MS Office Usern aus, kann man seine OO- Dokumente im .doc, .xls usw. Format abspeichern, damit diese in MS Office weiterverarbeitet werden können. Umgekehrt lassen sich MS Office Dokumente problemlos öffnen. Weiterhin bietet Ubuntu sehr viele Anwendungs- Programme für Vektor Graphiken, Bildbearbeitung, Instant Messenger, erweiterte Text Editoren, Apache Webserver, Entwicklungs- Umgebungen für Script und Programmiersprachen, FTP Routine....eigentlich alles, was verschiedene Usergruppen benötigen. Die gewünschte Software kann man sehr komfortabel über die Paket Verwaltung Synaptic auswählen und automatisch per DSL-Verbindung installieren lassen. Ein echtes Highlight.
Das Ubuntu Team hat nicht zu viel versprochen ist auf einem sehr guten Weg. Das eigene Forum samt Wiki und eigenem Online Magazin zeugt davon, dass nicht nur ich, sondern auch viele andere ehemalige Windows User für Ubuntu gewonnen werden konnten. Ich für meinen Teil bin jedenfalls dabei geblieben- weil es überzeugt.
(Ein Testbericht von Mark Boltmann)
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